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Zur Person - Bürgermeister für Bibertal

2001 hat mir die CSU Bibertal die Kandidatur für das Bürgermeisteramt in der 4.900 Einwohner großen Gemeinde angeboten. Auch wenn ich zum damaligen Zeitpunkt in Bibertal fast unbekannt war, nahm ich diese Herausforderung an. Warum? Ich sah im Bürgermeisteramt die Möglichkeit, meinen erlernten Beruf als Diplom-Verwaltungswirt (FH) mit meiner Begeisterung an der Kommunalpolitik optimal verbinden zu können und eine Gemeinde zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln zu dürfen. Nach einem engagierten Vorstellungs-Marathon haben mich die Bibertalerinnen und Bibertaler am 3. März 2002 mit fast 60 Prozent zum hauptamtlichen 1. Bürgermeister gewählt.
Meine „Politik des Miteinanders“, für die ich schon vor der Wahl geworben hatte, setzte ich bereits am Tag nach der Wahl fort. Ich habe alle Gruppierungen im Gemeinderat immer gleich behandelt, alle gleich und gleichzeitig informiert. Dies hat dann schnell dazu geführt, dass Parteipolitik im Gemeinderat der Vergangenheit angehört hat. Abgestimmt wurde zumeist einstimmig - und wenn nicht, dann waren die Mehrheiten fraktionsübergreifend verteilt.

Bei den Kommunalwahlen 2008 erhielt mehr als 96 Prozent der Stimmen. Ich hatte keinen Mitbewerber - ein Novum in der Geschichte Bibertals. Meine „Politik des Miteinander“ habe ich fortgesetzt. Mit den Gruppierungen im Gemeinderat arbeite ich weiter sehr gut zusammen.

In meinen jetzt gut elfeinhalb Jahren als 1. Bürgermeister konnte die Gemeinde Bibertal auf dieser Basis gut weiterentwickelt werden. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung haben zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern viele Projekte umgesetzt. Wir haben
- Schulen, Turnhallen, Kindergärten und ehemalige Schulgebäude saniert bzw. unterhalten
- eine Kinderkrippe neu gebaut und insgesamt 40 Kinderkrippenplätze geschaffen
- die Mittagsbetreuung für Schulkinder ausgebaut
- Baugebiete für Wohnen und Gewerbe erschlossen
- ein Baulückenkataster entwickelt, mit dem wir bemerkenswert viele innerörtliche Baulücken schließen konnten
- Feuerwehrhäuser erweitert, neu gebaut oder saniert
- bei älteren Feuerwehrfahrzeugen für Ersatz gesorgt
- den Flächennutzungsplan neu gefasst
- landkreisweit den ersten Windelbonus für Eltern von Kindern bis zum Alter von drei Jahren eingeführt
- Vereine finanziell unterstützt
- sieben neue Radwege gebaut
- beim Internet/DSL wurde in Glasfasertechnik investiert, so dass seit vier Jahren die Ortsteile Bühl, Echlishausen und Opferstetten auch über 25 – 50 MBit/s verfügen. Wir zählten hier zu den ersten Gemeinden in Schwaben, die an staatliche Fördergelder gelangt sind
- eine weitere Allgemeinarztpraxis, eine Apotheke und einen Supermarkt im Gemeindegebiet ansiedeln können
- und dabei gleichzeitig die Gemeindeschulden Jahr für Jahr weiter abgebaut, so dass die Netto-Nullverschuldung jetzt in Reichweite liegt.
Ich denke, die Bilanz dieser elfeinhalb Jahre kann sich durchaus sehen lassen.
Diese Erfolge in Bibertal sind gelungen dank eines guten Miteinanders im Gemeinderat und in der Bürgerschaft sowie großem Engagement der Beschäftigten. Die Bibertalerinnen und Bibertaler attestieren mir, zu beiden Rahmenbedingungen nicht unerheblich beizutragen und auch in der Sacharbeit selbst sehr engagiert zu sein. Meine Freude darüber möchte ich nicht ganz verhehlen.
Und daher wäre es mir schon „arg“ gewesen, wenn die Bibertaler auf meine Ankündigung, am 16. März 2014 nicht mehr in Bibertal, sondern in der Nachbarstadt Ichenhausen für das Bürgermeister-Amt kandidieren zu wollen, sauer reagiert hätten. Umso mehr haben mich die Reaktionen aus dem Bibertaler Gemeinderat und der Bibertaler Bevölkerung gefreut. Viele haben mir gesagt: „Wir finden es schade, dass Sie nicht über den April 2014 hinaus Bürgermeister von Bibertal sein werden.“

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